Julie Friess, Julius Klaus, Theresia Kimmel

Was braucht man zum Wohnen und was definiert Wohnen? Wie viel Platz braucht ein Mensch?
Verhalten sich Menschen anders, wenn sie auf engem Raum zusammenleben? Welche Möbel und Gegenstände werden benutzt und benötigt? Wie ändern sich die Gewohnheiten?
In Zeiten der Wohnraumverknappung, durch hohen Zuwachs an Bevölkerung und fortschreitende Urbanisierung, gewinnt das Thema des ökonomischen Wohnens auf kleinen Raum an besonderer Bedeutung. Aus dieser Frage heraus entwickelte sich ein Regelwerk:
12 Tage zu dritt in einem Raum, der mit vorher festgelegten Gegenständen ausgestattet wurde. Alle 3 Tage verkleinerte sich der Raum, woraus sich vier verschiedene Raumgrößen von 20, 16, 12 und 8qm ergaben.


Es wurde ein präzises Protokollkonzept entwickelt, wodurch stündlich viele Einzelheiten des Wohnexperiments erfasst werden konnten: die Aktivitäten, benutzte Gegenstände, Stimmung sowie Aufenthaltsort und -dauer. Fotografisch wurde der leere Raum, der Blick aus dem Fenster, ein Gruppenbild und drei gegenseitige Bilder aufgenommen.


Die damit generierten Daten bietet die Grundlage für die gestalterische Umsetzung des Projekts: eine Serie von 12 Plakaten, die jeweils sämtliche Daten von einem Tag in verschiedenen Darstellungsweisen überlagert zeigen.