Malin Gewinner / Romy Strasser

Die Zeit scheint in manchen Situationen wie im Flug zu vergehen. Es gibt aber auch Umstände, in denen sie schlicht stillzustehen scheint. Das Phänomen der unterschiedlichen Zeitempfinden, der Langeweile und Kurzweile, wollen wir in unserem Projekt untersuchen. Es existieren sowohl innere als auch äußere Einflüsse, die auf das zeitliche Empfinden Einfluss nehmen. Kinder nehmen die Zeit anders wahr als Erwachsene. Die Geschwindigkeit der Reizübertragung der Sinnessysteme ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ihre Effizienz definiert den individuellen zeitlichen Rhythmus. Der Tag- Nachtrhythmus wiederum gibt die grundsätzliche zeitliche Orientierung vor. Aus einem Gemisch verschiedener Einflüsse entsteht die subjektive Zeitwahrnehmung.

Wir fragen uns also, welche Faktoren in diesem Zusammenhang ausschlaggebend für die Entstehung von Langeweile und Kurzweile sind und untersuchen die subjektive Zeitwahrnehmung in drei Schritten. In einer ersten Versuchsreihe sollen 52 Versuchspersonen, die schalldichte Kopfhörer tragen, eine Minute abschätzen, 52 weitere Personen sollen die Minute abschätzen, während sie Musik hören.

 

3D-Darstellung für gefülltes Intervall
3D-Darstellung für leeres Intervall

Die gesamte Untersuchung wird in Form eines Buches und eines Films dokumentiert. Das Buch in ist drei Kategorien unterteilt: Auf einen Theorieteil und eine anschließende Beschreibung der Experimente folgen schliesslich Variationen der Visualisierung der Testergebnisse. 

Der Film beginnt mit einer Animation, die eine Einführung in die Theorie des menschlichen Zeiterlebens gibt. Die darauf folgenden Realaufnahmen, die während der drei Versuchsreihen gemacht wurden, fassen die Ergebnisse zusammen und stellen das deutlich unterschiedliche Zeitempfinden der Probanden unter den jeweiligen Versuchsbedingungen visuell heraus.