Sonja Erb / Irina Koscheleva

Bei der Analyse des Ortes und seiner Benutzer wurde zunächst festgestellt, dass der Campus nicht als solcher wahrgenommen wird. Ihm fehlt eine Identität, was unter Anderem seiner Unübersichtlichkeit geschuldet ist. Unsere gestalterische Lösung weist auf das kreative Milieu des Campus hin, welches vor Ort nicht nur durch die Universität der Künste sondern auch die Technische Universität entsteht. Um die Mischung zwischen Kunst, Kultur und Universität besser zu kommunizieren, Identität zu stiften und den Campus zu einem emotionalen Erlebnis zu machen, wurden zwei Konzepte entwickelt.


Konzept 1 – Kunst auf dem Campus
Über den Campus verteilt, findet sich eine große Anzahl an Skulpturen, welche sich in einem verwachsenen, unrestaurierten Zustand befinden. Ebenso wie der Campus verdienen die Skulpturen neue Aufmerksamkeit und könnten als Kunst im öffentlichen Raum dazu beitragen, Interesse zu wecken und auch Flaneure und Touristen einzuladen, den Campus zu entdecken.


Die Skulpturen könnten verhüllt und mit unterschiedlichen Informationen zu dem jeweiligen Kunstwerk und dem Enthüllungsdatum beschriftet werden. Die Enthüllung der Skulpturen stellt ein identitätsstiftendes Event für den Campus Charlottenburg dar.


Konzept 2 – Leiten und Inspirieren
Ergänzend zum ersten Konzept geht es hier darum den Bedürfnissen der StudentInnen und MitarbeiterInnen des Campus gerecht zu werden und sie durch das unübersichtliche Areal zu leiten. Eine Übersichtskarte ist wesentlicher Bestandteil des Leitsystems. Verortet sind hier einerseits die Gebäude mit den dazugehörigen Studienangeboten. Außerdem wird auf Skulpturen und Denkmäler hingewiesen sowie auf andere öffentlich zugängliche kulturelle Repräsentanten der Universitäten.