Léon Giogoli, Isabel Kronenberger, Dennis Michaelis

Freundschaft – Jeder kennt diese Form der sozialen Bindung, die sich in gemeinschaftlichem Tun und der Orientierung an bestimmten Standards manifestiert. Zweifelsohne gibt es eine Reihe von Faktoren, die zwei Menschen zu Freunden werden lassen. Doch welche Kriterien gelten für die Freundschaft? Welche Bereiche sind maßgeblich, welche optional? Was macht Freundschaft authentisch?


Zu Beginn des Projektes, erfolgte zunächst eine ausführliche Recherche. Dann wurden zentrale, relevant erscheinende Kernqualitäten echter Freundschaft bestimmt und auf deren Grundlage die Struktur eines Experiments entwickelt. Mit sechs Freundespaaren verschiedener Generationen wurden qualitative Interviews und interaktive Tests durchgeführt um herauszufinden, was das Wahre, das Unmittelbare, das Ursprüngliche in einer Freundschaft ausmacht. Zu Beginn ging es darum, mittels Formularen, Informationen über die einzelnen Personen und ihre Prioritäten einzuholen. Im zweiten Schritt wurde überprüft, wie die Probanden die gemeinsame Freundschaft beurteilen und wahrnehmen. Mittels visueller, auditiver, haptischer und olfaktorischer Tests versuchten wir mehr über die Assoziationen zu Freundschaft zu erfahren und herauszufinden, wie individuell sie erlebt wird. Zum Abschluss des Experiments wurden die Paare gemeinsam mit einem festen Katalog an Fragen interviewt.


Nach Beendigung der Testphase wurden die Ergebnisse zunächst archiviert und grafisch aufbereitet. Diverse Visualisierungsmethoden wurden angewendet um Trends und Tendenzen erkennen zu können. Schließlich wurden die Testergebnisse in einem Buch zusammengefasst, das durch die Wahl der Materialien und die typografische Gestaltung als Objekt für die wahre Freundschaft steht.